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Wirecard: Neuer Sachstandsbericht liegt vor

Im In­sol­venz­ver­fah­ren der Wire­card AG liegt ein neuer Sach­stands­be­richt vor.

Zu Be­ginn des Jah­res hatte der In­sol­venz­ver­wal­ter der Wire­card AG be­reits ei­nen Sach­stands­be­richt über den Stand des In­sol­venz­ver­fah­rens ver­öf­fent­licht. Nun liegt ein neuer Sach­stands­be­richt hierzu vor.

Jaffé sieht keinerlei Anhaltspunkte für Treuhand-Vermögen

In sei­nem Be­richt machte Dr. Jaffé deut­lich, dass es kei­ner­lei An­halts­punkte für die Exis­tenz des so­ge­nann­ten TPA-​Geschäfts (Drittpartner-​Geschäfts) gebe. „Im Ge­gen­teil ha­ben alle wei­te­ren Un­ter­su­chun­gen be­stä­tigt, dass dies nicht der Fall war“, heißt es in dem Sachstandsbericht.

Der­zeit muss sich Ex-​Wirecard-​CEO Mar­kus Braun vor dem Land­ge­richt Mün­chen ver­ant­wor­ten. Da­bei be­haup­tet Dr. Braun im­mer wie­der, dass es Be­weise für das TPA-​Geschäft gebe und die dar­aus ent­stan­de­nen Ge­winne von den wah­ren Tä­tern ge­stoh­len be­zie­hungs­weise ver­un­treut wor­den sein.

Dem wi­der­spricht der In­sol­venz­ver­wal­ter ein­mal mehr ve­he­ment: „Es ist nicht denk­bar, das ein Ge­schäft der Grö­ßen­ord­nung, die Wire­card vor­ge­ge­ben hat, ohne Spu­ren in den Da­ten des Un­ter­neh­mens blieb.“

Sind Aktionäre Gläubiger im Insolvenzverfahren?

Eine be­son­dere Her­aus­for­de­rung stellte laut Sach­stands­be­richt des In­sol­venz­ver­wal­ters die Frage dar, ob (ehe­ma­lige) Ak­tio­näre der Wire­card AG Gläu­bi­ger im In­sol­venz­ver­fah­ren im Rang des § 38 InsO sind, oder nicht. Hierzu hatte die Fonds­ge­sell­schaft Union In­vest­ment ein Fest­stel­lungs­kla­ge­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Am 23. No­vem­ber 2022 ent­schied das Land­ge­richt Mün­chen I ge­gen die ehe­ma­lige Ak­tio­nä­rin und wies die Klage ab. Dies be­deu­tet, dass Ak­tio­näre ihre For­de­run­gen nicht als Gläu­bi­ger im Rang des § 38 InsO an­mel­den kön­nen. So kön­nen die For­de­run­gen erst nach Be­frie­di­gung an­de­rer Gläu­bi­ger (z.B. Zu­lie­fe­rer oder Kre­dit­ge­ber) be­dient werden.

Al­ler­dings ge­hen so­wohl der In­sol­venz­ver­wal­ter, als auch wir von der Kanz­lei Schirp & Part­ner nicht da­von aus, dass die­ses Ur­teil rechts­kräf­tig wird. Viel­mehr wird der Bun­des­ge­richts­hof in die­ser Grund­satz­frage ent­schei­den müssen.

Auf­grund die­ser Ent­schei­dung des Land­ge­richts Mün­chen ist eine Fest­stel­lung der For­de­run­gen der Ak­tio­näre zur In­sol­venz­ta­belle der­zeit nicht mög­lich, teilte der In­sol­venz­ver­wal­ter wei­ter­hin mit. Aus­drück­lich nicht von die­ser Ent­schei­dung be­trof­fen sind Anleihegläubiger.

So­bald es ein rechts­kräf­ti­ges Ur­teil in die­ser Sa­che gibt, in­for­mie­ren wir Sie na­tür­lich über die wei­te­ren Handlungsoptionen.

KapMuG-​Verfahren eröffnet – Anmeldungen möglich

Un­ter­des­sen wurde das Kapitalanleger-​Musterverfahren er­öff­net. Für Sie ist be­reits Klage ge­gen die Wirt­schafts­prü­fer EY ein­ge­reicht bzw. zu­min­dest wur­den Ihre An­sprü­che zum Mus­ter­ver­fah­ren an­ge­mel­det? Dann sind Ihre Rechte ge­wahrt und Sie kön­nen der­zeit an die­ser Stelle nichts wei­ter unternehmen.

Sollte je­doch für Sie bis­her we­der eine Klage er­ho­ben noch die An­mel­dung zum Mus­ter­ver­fah­ren er­folgt sein, emp­feh­len wir drin­gend nicht wei­ter ab­zu­war­ten. Denn Frist­ab­lauf für die An­mel­dung zum Mus­ter­ver­fah­ren ist der 18. Sep­tem­ber 2023. Aus Ka­pa­zi­täts­grün­den kön­nen wir der­zeit nur bis zum 31. Juli 2023 er­teilte Auf­träge um­set­zen. Spre­chen Sie uns gerne an, wir ste­hen Ih­nen mit Rat und Tat zur Seite.

Wei­tere In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier.

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