Pro­sa­vus AG

Die Pro­sa­vus AG hat Ge­nuss­rechte aus­ge­ge­ben. 2014 wurde das In­sol­venz­ver­fah­ren über ihr Ver­mö­gen er­öff­net, so dass die For­de­run­gen der Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger nicht mehr be­dient wer­den. In­sol­venz­ver­wal­ter in dem Ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der Pro­sa­vus AG ist Herr Frank-​Rüdiger Scheff­ler. Un­sere Kanz­lei hat durch­ge­setzt, dass das In­sol­venz­ge­richt eine Gläu­bi­ger­ver­samm­lung für alle Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger der Pro­sa­vus AG nach dem Schuld­ver­schrei­bungs­ge­setz durch­ge­führt hat. Auf die­ser Ver­samm­lung wurde ein ge­mein­sa­mer Ver­tre­ter ge­wählt, des­sen Auf­gabe es ist, alle For­de­run­gen aus den Ge­nuss­rech­ten beim In­sol­venz­ver­wal­ter an­zu­mel­den. Wir ge­hen da­von aus, dass dies ord­nungs­ge­mäß er­folgt ist. Der In­sol­venz­ver­wal­ter hat den an­ge­mel­de­ten For­de­run­gen wi­der­spro­chen, weil in den Ge­nuss­rechts­be­din­gun­gen ein Nach­rang ver­ein­bart wor­den ist. Das würde be­deu­ten, dass zu­nächst die Kos­ten des In­sol­venz­ver­fah­rens be­zahlt wer­den müss­ten und dann alle nicht nach­ran­gi­gen For­de­run­gen be­dient wer­den müss­ten – erst da­nach wä­ren die Genussrechts-​gläubiger bei der Ver­tei­lung zu be­rück­sich­ti­gen. Da dann ver­mut­lich aber kein Ver­mö­gen mehr vor­han­den sein wird, wür­den die Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger im Falle des Nach­rangs ih­rer For­de­run­gen leer aus­ge­hen. Der ge­mein­same Ver­tre­ter hat darum eine Klage ge­gen den be­strei­ten­den In­sol­venz­ver­wal­ter ein­ge­reicht. Das Ge­richt muss nun dar­über ent­schei­den, ob die Ver­ein­ba­rung des Nach­rangs wirk­sam ist oder ob der Nach­rang un­wirk­sam ist und auch die Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger eine Quote er­hal­ten.

Da­ne­ben ha­ben die Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger auch Scha­den­er­satz­an­sprü­che. Un­sere Kanz­lei hat für hun­derte Man­dan­ten diese For­de­run­gen beim In­sol­venz­ver­wal­ter an­ge­mel­det. Auf die Scha­den­er­satz­an­sprü­che kommt es ins­be­son­dere an, wenn die For­de­run­gen aus dem Ge­nuss­recht nach Auf­fas­sung des Ge­richts nach­ran­gig sind.

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