Han­no­ver Lea­sing Me­di­en­fonds

Die Han­no­ver Lea­sing Me­di­en­fonds sind mit der Ent­wick­lung, Her­stel­lung, Ver­mark­tung und Verwertung/​Lizensierung von in­ter­na­tio­na­len Fil­men be­fasst. Da­bei glie­dern sie sich in zwei Fonds­grup­pen: die Ga­ran­tie­fonds (HL 114 – HL 142, Zeich­nung 2000 bis 2002), bei de­nen die Rück­zah­lung des ur­sprüng­lich ein­ge­zahl­ten An­la­ge­be­tra­ges voll­stän­dig aus der Schluss­zah­lung der schuld­über­neh­men­den Bank er­fol­gen soll und die teil­un­ter­neh­me­ri­schen Montranus-​Fonds (HL 143 – HL 158, Zeich­nung 2003 bis 2005), bei de­nen die Rück­zah­lung des ur­sprüng­lich ein­ge­zahl­ten An­la­ge­be­tra­ges im We­sent­li­chen vom Er­folg der Filme ab­hän­gig ist.

Die steu­er­li­che Kon­zep­tion der Han­no­ver Lea­sing Me­di­en­fonds sah vor, dass die Fonds­ge­sell­schaf­ten Filme selbst her­stel­len. Da es sich hier­bei um im­ma­te­ri­elle Wirt­schafts­gü­ter han­delt, be­steht grund­sätz­lich ein Ak­ti­vie­rungs­ver­bot im An­la­ge­ver­mö­gen. Dies führt im Re­gel­fall dazu, dass die im ers­ten Jahr voll­stän­dig an­ge­fal­le­nen Film­her­stel­lungs­kos­ten so­fort steu­er­lich ab­zugs­fä­hig sind und die Anleger-​Kommanditisten hohe Ver­lust­zu­wei­sun­gen im Zeich­nungs­jahr er­hal­ten. Für die Ein­wer­bung des Ka­pi­tals der Kom­man­di­tis­ten war dies ei­nes der füh­ren­den Ar­gu­mente, denn im Fol­ge­jahr sollte die an­fäng­lich hohe Ver­lust­zu­wei­sung zu ei­nem Li­qui­di­täts­rück­fluss aus dem Steu­er­vor­teil füh­ren. Ein wei­te­res Ver­kaufs­ar­gu­ment war die Schuld­über­nahme ei­ner Bank, die so­wohl die lau­fen­den Zah­lun­gen der Li­zenz­ge­büh­ren wie auch die Ab­schluss­zah­lung zum Ende des Li­zenz­ver­tra­ges über­nahm.

Nach ein­ge­hen­den Be­triebs­prü­fun­gen ist die Fi­nanz­ver­wal­tung in Mün­chen nun­mehr zu der Auf­fas­sung ge­langt, dass es sich bei den Ga­ran­tie­fonds um feste Geld­an­la­gen ohne Ge­winn­erzie­lungs­ab­sicht han­delt. Dem­entspre­chend wur­den die Fest­stel­lungs­be­scheide der Fonds HL 114, 126, 129, 130, 131 und 142 da­hin­ge­hend ab­ge­än­dert, dass die gel­tend ge­mach­ten An­fangs­ver­luste ab­erkannt wur­den. Als Kon­se­quenz muss­ten die An­le­ger emp­find­li­che Steu­er­nach­zah­lun­gen zzgl. 6 % Straf­zin­sen p.a. an die je­wei­li­gen Wohn­sitz­fi­nanz­äm­ter zah­len.

Bei den Mon­tra­nus Fonds wur­den bis­her nur für den HL 143 die Fest­stel­lungs­be­scheide ab­ge­än­dert und die Li­nea­ri­sie­rung der Schluss­zah­lung durch die Fi­nanz­ver­wal­tung um­ge­setzt.

Un­ab­hän­gig von den steu­er­li­chen As­pek­ten ha­ben wir die Pro­spekte selbst ei­ner Prü­fung un­ter­zo­gen und dort ent­hal­tene Feh­ler fest­ge­stellt: Bspw. wer­den er­heb­li­che Ri­si­ken nicht dar­ge­stellt, die nach hie­si­gem Da­für­hal­ten An­sprü­che der An­le­ger ge­gen­über den Pro­spekt­ver­ant­wort­li­chen und maß­geb­li­chen Be­tei­lig­ten be­grün­den, so­dass wir für zahl­rei­che An­le­ger Kla­gen ein­ge­reicht ha­ben.

Zwi­schen­zeit­lich konn­ten die an­hän­gi­gen Kla­gen dank er­folg­rei­cher Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen zu­rück­ge­nom­men wer­den.

Für wei­ter­ge­hende Fra­gen ste­hen wir Ih­nen gerne zur Ver­fü­gung.


Be­tei­ligte Un­ter­neh­men:

Lord Zweite Prod. Deutsch­land Film­prod. GmbH & Co. KG (HL 113)
Lord Dritte Prod. Deutsch­land Film­prod. GmbH & Co. KG (HL 114)
ME­RA­DIN Pro­duc­tions GmbH & Co. KG (HL 122)
Dia Pro­duc­tions GmbH & Co. KG (HL 126)
I am Sam GmbH & Co. KG (HL 128)
Un­faith­ful GmbH & Co. KG (HL 129)
Shal­low Hal Film­pro­duk­tion GmbH & Co. KG (HL 130)
First Twenty Mil­lion Film­pro­duk­tion GmbH & Co. KG (HL 131)
ME­RA­DIN Zweite Pro­duc­tions GmbH & Co. KG (HL 136)
Ma­gi­cal Pro­duc­tions GmbH & Co. KG (HL 142)
MON­TRA­NUS Be­tei­li­gungs GmbH & Co. Ver­wal­tungs KG (HL 143)
MON­TRA­NUS Zweite Be­tei­li­gungs GmbH & Co. Vw. KG (HL 158)
MO­RA­TIM Pro­duk­ti­ons GmbH & Co. KG (HL 163)
MON­TRA­NUS Dritte Be­tei­li­gungs GmbH & Co. Vw. KG (HL 166)

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