Fu­ture Busi­ness KGaA

Die Fu­ture Busi­ness KGaA hat Ge­nuss­rechte und Or­der­schuld­ver­schrei­bun­gen aus­ge­ge­ben. 2014 wurde das Insolvenz-​verfahren über ihr Ver­mö­gen er­öff­net, die For­de­run­gen der Genussrechts- und der Or­der­schuld­ver­schrei­bungs­gläub­ger kön­nen da­her nicht mehr be­dient wer­den. In­sol­venz­ver­wal­ter in dem Ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der Fu­ture Busi­ness KGaA ist Herr Dr. Bruno Küb­ler. Die Genussrechts- und die Orderschuldver-​schreibungsgläubiger sind ent­spre­chend ih­rem Zeich­nungs­da­tum in ver­schie­dene Se­rien un­ter­teilt wor­den. Die meis­ten die­ser Se­rien ha­ben ei­nen ge­mein­sa­men Ver­tre­ter ge­wählt, der da­für zu­stän­dig ist, die For­de­run­gen in der von ihm ver­tre­te­nen Se­rie beim In­sol­venz­ver­wal­ter an­zu­mel­den.

Frau Dr. Su­sanne Schmidt-​Morsbach, Part­ne­rin un­se­rer Kanz­lei, ist in über 90 Se­rien ge­mein­same Ver­tre­te­rin ge­wor­den und hat ent­spre­chend die For­de­run­gen an­ge­mel­det. Ein­zelne ge­mein­same Ver­tre­ter der Or­der­schuld­ver­schrei­bungs­gläu­bi­ger ha­ben für die von ih­nen ver­tre­te­nen Se­rien da­ge­gen Wi­der­spruch er­klärt, weil sie mei­nen, dass in den Ge­nuss­rechts­be­din­gun­gen ein Nach­rang der For­de­run­gen aus den Ge­nuss­rech­ten wirk­sam ver­ein­bart wor­den sei. Das würde be­deu­ten, dass zu­nächst die Kos­ten des In­sol­venz­ver­fah­rens be­zahlt wer­den müss­ten und dann alle nicht nach­ran­gi­gen For­de­run­gen be­dient wer­den müss­ten – erst da­nach wä­ren die Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger bei der Ver­tei­lung zu berück-​sichtigen. Da dann ver­mut­lich aber kein Ver­mö­gen mehr vor­han­den sein wird, wür­den die Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger im Falle des Nach­rangs ih­rer For­de­run­gen leer aus­ge­hen. Frau Dr. Schmidt-​Morsbach hat darum ent­spre­chend den Vor­schrif­ten der In­sol­venz­ord­nung Mus­ter­fest­stel­lungs­klage vor dem Land­ge­richt Dres­den er­ho­ben. Ver­tre­ten wird sie da­bei durch un­sere Kanz­lei. Das Ge­richt wird nun­mehr fest­stel­len müs­sen, ob der Nach­rang wirk­sam ver­ein­bart wurde oder ob die ent­spre­chende Klau­sel un­wirk­sam ist und die For­de­run­gen der Ge­nuss­rechts­gläu­bi­ger bei der Ver­tei­lung der In­sol­venz­masse zu be­rück­sich­ti­gen sind. Des Wei­te­ren hat Frau Dr. Schmidt-​Morsbach eine Mus­ter­pro­zess­ver­ein­ba­rung ge­schlos­sen. Darin ver­pflich­tet sich die Ge­gen­seite, die Wi­der­sprü­che ge­gen an­dere von Frau Dr. Schmidt-​Morsbach an­ge­mel­dete For­de­run­gen zurück-​zunehmen, wenn Frau Dr. Schmidt-​Morsbach die Fest­stel­lungs­klage ge­winnt.

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