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Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds

Am 14. Juni 2023 teilte die Ver­wal­tungs­ge­sell­schaft IP­Con­cept S.A. mit, dass sie den Deut­schen Mit­tel­stands­an­lei­hen FONDS auf­lö­sen will. Die Ent­schei­dung war mit der Be­ra­te­rin des Fonds, der KFM Deut­sche Mit­tel­stand AG, nicht ab­ge­stimmt und kam für alle Be­tei­lig­ten sehr über­ra­schend. Viele Pri­vat­an­le­ger, aber auch in­sti­tu­tio­nelle In­ves­to­ren sind be­trof­fen. Alle im Fonds be­find­li­chen Ver­mö­gens­ge­gen­stände sol­len ver­äu­ßert wer­den. Bei ei­nem sol­chen „fire sale“ ist mit er­heb­li­chen Ver­lus­ten für die An­le­ger zu rechnen.

Hauptverantwortliche: IPConcept S.A.

Die IP­Con­cept S.A. hat die Li­qui­da­ti­ons­ent­schei­dung nur in ei­nem Halb­satz mit „der Wah­rung von An­le­ger­inter­es­sen“ zu be­grün­den ver­sucht. Dies ist eine sinn­lose Leer­for­mel ohne jeg­li­che Aus­sa­ge­kraft, die die wirk­li­che Mo­tiv­lage nicht er­ken­nen lässt.

Fakt ist: Die IP­Con­cept S.A. muss aus­weis­lich Seite 8 des Ver­kaufs­pro­spek­tes des Fonds „ehr­lich, red­lich, pro­fes­sio­nell und un­ab­hän­gig von der Ver­wahr­stelle und aus­schließ­lich im In­ter­esse der An­le­ger“ han­deln. Die An­le­ger sind ge­mäß Seite 10 des Ver­kaufs­pro­spek­tes „am Fonds­ver­mö­gen in Höhe ih­rer An­teile als Mit­ei­gen­tü­mer be­tei­ligt“. Jede Ent­schei­dung, die zu ei­ner Min­de­rung des Fonds­ver­mö­gens und da­mit zu ei­ner Schmä­le­rung der un­se­ren Man­dan­ten zu­ste­hen­den Werte führt, muss sich an den vor­ste­hen­den Maß­stä­ben mes­sen las­sen. Die Ent­schei­dung der IP­Con­cept vom 14. Juni 2023 lässt nicht er­ken­nen, dass diese Maß­stäbe ein­ge­hal­ten wor­den sind.

Vorgehensweise

Da­her ist im ers­ten Schritt zu prü­fen, wel­che Über­le­gun­gen der über­ra­schen­den Ent­schei­dung der IP­Con­cept S.A. zu­grunde lie­gen. Wir wer­den ein ent­spre­chen­des Aus­kunfts­ver­lan­gen an die IP­Con­cept rich­ten. Wir wer­den auch die lu­xem­bur­gi­sche Auf­sichts­be­hörde CSSF über un­sere Ein­wen­dun­gen ge­gen die Li­qui­da­ti­ons­ent­schei­dung in­for­mie­ren und zum Ein­schrei­ten auf­for­dern. Wir wer­den uns au­ßer­dem mit dem vor­ge­se­he­nen Li­qui­da­tor aus der Kanz­lei De­loitte, Herrn Mar­tin Flau­net, in Ver­bin­dung set­zen, ebenso auch mit der DZ Pri­vat­bank S.A., die dem Fonds als Ver­wahr­stelle und in wei­te­ren Funk­tio­nen ver­bun­den ist.

Bis zu ei­ner nach­voll­zieh­ba­ren Ant­wort er­klä­ren wir für un­sere Man­dan­ten den aus­drück­li­chen Wi­der­spruch ge­gen die Li­qui­da­ti­ons­ent­schei­dung. Er­fah­rungs­ge­mäß wird der An­le­ger­wille je­den­falls dann, wenn er von sub­stan­ti­el­len Stim­men­an­tei­len oder gar von ei­ner Mehr­heit der An­le­ger ge­tra­gen wird, von der lu­xem­bur­gi­schen Auf­sichts­be­hörde CSSF durch­aus be­rück­sich­tigt. Be­reits aus die­sem Grunde ist es wich­tig, dass sich mög­lichst viele In­ves­to­ren dem hier vor­ge­schla­ge­nen ge­mein­sa­men Vor­ge­hen an­schlie­ßen. Ei­nem in die­ser Weise nach­drück­lich vor­ge­tra­ge­nen Wil­len wird sich auch die IP­Con­cept nicht wi­der­set­zen kön­nen, zu­mal das Han­deln „aus­schließ­lich im In­ter­esse der An­le­ger“ zum Kern ih­res Pflich­ten­krei­ses gehört.

Soll­ten wir keine nach­voll­zieh­ba­ren Be­grün­dun­gen er­hal­ten und un­ser Wi­der­spruch ge­gen die Li­qui­da­tion des Fonds nicht be­ach­tet wer­den, so wer­den wir für un­sere Man­dan­ten Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ge­gen die IP Con­cept S.A. und ge­gen die DZ Bank Lu­xem­burg S.A. gel­tend ma­chen. Ins­be­son­dere die DZ Bank Lu­xem­burg S.A. haf­tet gem. Ar­ti­kel 3 Abs. 12 UAbs. 3 des „Ver­wal­tungs­re­gle­ments“ des Fonds dann auf Scha­dens­er­satz, wenn sie ihre ge­setz­li­chen Pflich­ten fahr­läs­sig oder vor­sätz­lich nicht er­füllt. Soll­ten sich im Rah­men un­se­rer Auf­klä­rungs­ar­beit Hin­weise dar­auf er­ge­ben, dass sol­che Pflicht­ver­let­zun­gen vor­lie­gen, so wer­den wir die dar­aus fol­gen­den Scha­dens­er­satz­an­sprü­che un­se­rer Man­dan­ten nicht nur ge­gen­über der IP­Con­cept S.A., son­dern auch ge­gen­über der DZ Pri­vat­bank S.A. zu­nächst au­ßer­ge­richt­lich gel­tend machen.

Mandatsunterlagen

Alle In­for­ma­tio­nen zu den Kos­ten so­wie die Voll­macht zur au­ßer­ge­richt­li­chen Ver­tre­tung fin­den Sie hier.

Wenn Sie sich an dem hier nie­der­ge­leg­ten ge­mein­sa­men Vor­ge­hen be­tei­li­gen wol­len, dann bit­ten wir Sie um folgendes:

  • Bitte un­ter­zeich­nen Sie die bei­lie­gende Voll­macht und Vergütungs- und Haf­tungs­ver­ein­ba­rung samt Wi­der­rufs­be­leh­rung und sen­den uns diese Do­ku­mente mit ih­ren Un­ter­schrif­ten zurück.
  • Bitte las­sen Sie uns Ko­pien Ih­rer Kauf- und Ver­kaufs­be­lege für Ihre Be­tei­li­gung an dem Deut­schen Mit­tel­stands­an­lei­hen FONDS zukommen.

Für wei­tere In­for­ma­tio­nen wen­den Sie sich gerne an Dr. Wolf­gang Schirp.

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